Google Chrome Helper (Renderer) verbraucht viel CPU: 9 bewährte Lösungen
Zunächst möchte ich Sie beruhigen: Der Prozess „Google Chrome Helper (Renderer)“ ist zwar seltsam, aber kein Virus.
Wenn Ihr Mac beim Surfen mit Chrome langsam oder träge reagiert, dann haben Sie sich vielleicht die Aktivitätsanzeige angesehen und dabei mehrere Einträge für etwas namens „Google Chrome Helper“ entdeckt.

Wenn Chrome Ihr bevorzugter Browser ist, dann sind Sie wahrscheinlich mit den Nachteilen dieses beliebten und unbestreitbar leistungsstarken Webbrowsers vertraut – hoher Speicher- und CPU-Verbrauch.
In diesem Artikel werden wir uns diese seltsamen Prozesse ansehen und besprechen, was sie bedeuten. Dann zeigen wir Ihnen, wie Sie die CPU-Auslastung Ihres Mac senken können.
Was ist der Google Chrome Helper-Prozess?
Der Google Chrome Helper-Prozess hilft Chrome dabei, Inhalte von Drittanbietern wie Plug-ins oder Videos in Ihrem Browser zu laden. Der Google Chrome Helper (Renderer)-Prozess ist für die Anzeige von Webinhalten wie CSS, HTML, JavaScript und Medien verantwortlich. Für jeden geöffneten Tab und jede Erweiterung gibt es mindestens einen solchen Prozess. Er ist Teil des Chrome-Sandboxing – einem Ansatz für das Browser-Design, der verhindert, dass eine fehlerhafte Webseite alle anderen geöffneten Tabs oder installierten Erweiterungen zum Absturz bringt.
Erweiterungen und Web-Apps sind einer der vielen Gründe, warum Chrome so beliebt ist. Sie ermöglichen Ihnen ein vollständig anpassbares Surferlebnis, aber manchmal liegt genau darin das Problem.
All diese fantastischen Erweiterungen von Drittanbietern sind möglicherweise nicht vollständig kompatibel. Google Chrome Helper ermöglicht es dem Browser, sich nahtlos mit externen Inhalten zu verbinden und so eine Brücke zwischen Ihrem Browser und Inhalten von Drittanbietern zu schlagen.
Wenn Sie sich fragen, was das mit Ihrer CPU zu tun hat, lesen Sie weiter.
Warum verbraucht Google Chrome Helper (Renderer) auf dem Mac so viel CPU?
Neben Erweiterungen gibt es noch andere Hauptgründe, warum Ihr Browser die CPU stark belastet und Ihren Mac ausbremst:
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Ressourcenintensive Websites (z.B. solche mit aufwendigen Animationen, automatisch abspielenden Videos und komplexem JavaScript)
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Eine veraltete Browserversion, die Prozesse ineffizient verarbeitet
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Ein beschädigter oder überladener Browser
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Das gleichzeitige Öffnen zahlreicher Tabs und das Ausführen ressourcenintensiver Hintergrundanwendungen
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Konfliktbehaftete Einstellungen für die Hardwarebeschleunigung
So diagnostizieren Sie das Problem
Wie Sie vielleicht bereits vermutet haben, können Sie die von einem Prozess verbrauchte CPU-Leistung überprüfen, indem Sie unter „Programme“ > „Dienstprogramme“ die Aktivitätsanzeige öffnen und in die Suchleiste „Google Chrome Helper“ eingeben (Wichtig: Achten Sie darauf, dass Sie sich auf dem Tab „CPU“ befinden). Gleichzeitig verbraucht dieser Prozess Arbeitsspeicher. Dies können Sie auf dem „Speicher“-Tab überprüfen.
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Wenn Sie sich fragen, warum Sie das Problem diagnostizieren und beheben sollten, ist die Antwort einfach: Wenn die CPU-Auslastung zu hoch wird, verlangsamt dies Ihren Mac, verursacht laute Lüftergeräusche und belastet Ihren Akku.
Hohe CPU-Auslastung durch Google Chrome Helper Renderer: bewährte Lösungen
Chrome hat einen berüchtigten Ruf für seine hohe RAM- und CPU-Auslastung. Die Wahrheit ist jedoch: Die Schuld liegt meistens nicht beim Browser selbst, sondern bei den installierten Erweiterungen und Plug-ins, die Chrome nutzen.
Diese Erweiterungen beanspruchen oft eine beträchtliche Rechenleistung, was direkt die CPU Ihres Mac belastet und Ihren gesamten Computer spürbar verlangsamt.
Bevor wir also mit dem Deaktivieren und Korrigieren beginnen, ist die Überwachung der CPU-Auslastung der entscheidende Schritt. Nehmen Sie sich kurz Zeit, um genau zu sehen, was im Hintergrund wirklich vor sich geht.
Sie können die CPU-Auslastung jederzeit über die Menü-App von CleanMyMac im Blick behalten. Dieses intelligente Tool zeigt Ihnen an, welche Programme die meisten Ressourcen verbrauchen, hebt ungewöhnliche Aktivitäten hervor und zeigt die Systemauslastung an.
Falls Sie die App noch nicht verwenden, können Sie zunächst eine kostenlose Testversion herunterladen. Als Nächstes zeigen wir Ihnen, wie Sie die Menü-App aktivieren und mit der Überwachung Ihrer CPU beginnen können:
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Öffnen Sie die App und wählen Sie in der oberen Menüleiste CleanMyMac > Einstellungen > Menü.
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Vergewissern Sie sich, dass Sie „Menü aktivieren“ ausgewählt haben.
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Wählen Sie das Symbol der App in der oberen Menüleiste (iMac-Symbol) aus, um die Menü-App von CleanMyMac zu öffnen.
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Klicken Sie auf den Tab „CPU“, um eine detaillierte Ansicht der gierigen Programme, der Temperatur und der Uptime zu erhalten. (Die Uptime gibt an, wie lange Ihr Mac seit dem letzten Neustart bereits läuft.)
Da Chrome sehr viele Systemressourcen beansprucht, kann es sein, dass es den Akku Ihres Mac stark belastet. Wenn das bei Ihnen der Fall ist, sehen Sie sich diesen Artikel an, um zu erfahren, wie Sie das Problem beheben können. Überprüfen Sie außerdem (während die Menü-App geöffnet ist) den Tab „Schutz“, um einen Anstieg der CPU-Auslastung aufgrund von Malware auszuschließen und sicherzustellen, dass Chrome nicht gehijackt wurde.
Kann man Google Chrome Helper deaktivieren?
Es ist zwar möglich, Google Chrome Helper zu deaktivieren, aber die Option steht nicht an erster Stelle auf meiner Liste zur Fehlerbehebung. Wenn Sie den Prozess deaktivieren, wird die Funktionalität Ihrer Erweiterungen von Drittanbietern gestoppt, d. h. Sie werden wahrscheinlich feststellen, dass Ihre Videoplayer nicht mehr funktionieren.
Um das zu vermeiden, möchte ich Ihnen zunächst einige einfache Möglichkeiten zeigen, wie Sie die CPU-Auslastung auf Ihrem Mac senken können. Gehen Sie die folgenden Tipps nacheinander durch.
CPU-Auslastung reduzieren: Anleitung
1. Überprüfen Sie Ihre Browser-Plug-ins
Überprüfen Sie zunächst, welche Plug-ins Sie in Chrome installiert haben. Wenn Sie nicht mehr benötigte Plug-ins entfernen, können Sie die Auslastung Ihrer CPU deutlich verringern. Gehen Sie folgendermaßen vor:
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Wählen Sie bei geöffnetem Browser das Hauptmenü von Chrome.
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Gehen Sie zu Einstellungen > Erweiterungen.
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Hier sehen Sie alle Ihre installierten Erweiterungen. Sie können sie entweder deaktivieren oder vollständig entfernen.

2. Aktualisieren Sie Ihren Mac und Google Chrome
Ist Ihr Mac auf dem neuesten Stand? Oft lassen sich CPU-Probleme mit einem schnellen Update lösen. Öffnen Sie das Apple-Hauptmenü, wählen Sie Systemeinstellungen > Allgemein > Softwareupdate, um zu sehen, ob Sie das neueste macOS verwenden.
Nehmen Sie sich nach der Aktualisierung von macOS einen Moment Zeit, um auch Chrome zu aktualisieren. Öffnen Sie das Programm und wählen Sie „Über Google Chrome“. Wenn ein Update verfügbar ist, klicken Sie auf „Jetzt aktualisieren“.

3. Suchen Sie nach gierigen Programmen
Chrome ist vielleicht das offensichtliche Programm, das viel CPU verbraucht, aber es gibt noch viele andere Programme und Prozesse, die still und heimlich im Hintergrund laufen und viele Ressourcen verbrauchen. Wenn Sie diese identifizieren und schließen, dann verschaffen Sie Ihrem Mac etwas Luft zum Atmen.
So finden Sie gierige Programme mit der Aktivitätsanzeige:
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Öffnen Sie den „Finder“ > „Programme“ > „Dienstprogramme“ > „Aktivitätsanzeige“.
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Klicken Sie auf den CPU-Tab und sehen Sie nach, was ganz oben in der Liste steht.
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Wählen Sie einen Prozess oder ein Programm aus und klicken Sie dann auf das „X“, um ihn zu schließen.

4. Schreibtisch aufräumen und Tabs optimieren
Das ist eine weitere einfache Möglichkeit, um die CPU-Auslastung Ihres Mac zu senken. Räumen Sie Ihren Schreibtisch auf, denn dort haben sich wahrscheinlich zahlreiche Dateien angesammelt.
Verschieben Sie nicht benötigte Objekte in den Papierkorb, und vergessen Sie nicht, diesen anschließend zu entleeren.
Optimieren Sie anschließend Ihre Tabs. Schließen Sie alle Tabs, die Sie nicht mehr benötigen, und setzen Sie Lesezeichen für diejenigen, die Sie in Zukunft noch verwenden werden. Übrigens: Eine Reihe von Tests hat gezeigt, dass acht Tabs die optimale Anzahl ist, was Ressourcen und Verwaltung angeht.
Tipp: Viele Mac-User beschweren sich online darüber, dass Chrome langsam ist. Wenn Sie das auch schon erlebt haben, sollten Sie etwas dagegen tun. Hier sind einige Lösungen, mit denen Sie versuchen können, die optimale Leistung wiederherzustellen.
5. Hardewarebeschleunigung deaktivieren
Sie können auch verhindern, dass Chrome die CPU nutzt, indem Sie die Hardwarebeschleunigung deaktivieren. Das geht so:
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Öffnen Sie erneut die Chrome-Einstellungen.
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Klicken Sie auf „System“.
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Je nach der von Ihnen verwendeten Chrome-Version sehen Sie entweder „Hardwarebeschleunigung verwenden, wenn verfügbar“ oder „Grafikbeschleunigung verwenden, wenn verfügbar“.
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Deaktivieren Sie diese Option und klicken Sie auf „Neu starten“.

6. Browserdaten löschen
Der nächste Schritt besteht darin, die gesammelten Browserdaten zu löschen, also Cache, Cookies usw. Das geht über die Chrome-Einstellungen:
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Öffnen Sie Chrome und gehen Sie zu Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit.
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Wählen Sie „Browserdaten löschen“.
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Wählen Sie einen Zeitraum und die zu löschenden Datentypen aus.
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Klicken Sie auf „Daten löschen“.

7. Deaktivieren Sie Google Chrome Helper (Renderer)
Wenn die oben genannten Tipps die CPU-Auslastung nicht stark genug gesenkt haben, dann können Sie natürlich auch versuchen, Google Chrome Helper zu deaktivieren. Gehen Sie folgendermaßen vor:
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Öffnen Sie Chrome, wählen Sie das Drei-Punkte-Menü oben rechts und wählen Sie Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Website-Einstellungen > Erweiterte Einstellungen.
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Gehen Sie zu „Zusätzliche Berechtigungen“ > Unsandboxed Plugin-Zugriff.
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Bewegen Sie den Schalter, um Google Chrome Helper zu deaktivieren.

Sie können diese Aktion jederzeit rückgängig machen, indem Sie den Schalter wieder umlegen. Diese Schritte funktionieren bei älteren Chrome-Versionen.
Bei neueren Versionen setzen Sie die Einstellungen einfach auf die Standardwerte zurück. Das geht so:
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Öffnen Sie Chrome, wählen Sie das Drei-Punkte-Menü oben rechts und wählen Sie „Einstellungen“.
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Gehen Sie zu „Einstellungen zurücksetzen“ und folgen Sie den Anweisungen auf dem Bildschirm.

8. Google Chrome Helper (Renderer) beenden
Anstatt den Prozess zu deaktivieren, können Sie ihn über den Chrome-Task-Manager beenden. Um ihn zu öffnen, wählen Sie das Hauptmenü (drei vertikale Punkte) > Weitere Tools > Task-Manager. Suchen Sie dort Google Chrome Helper (Renderer), wählen Sie ihn aus (es kann mehr als einen Prozess geben) und klicken Sie auf „Task beenden“. Alternativ können Sie auch Terminal verwenden:
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Öffnen Sie die Terminal-App und führen Sie folgenden Befehl aus: top (Sie sehen etwas Ähnliches wie die Aktivitätsanzeige).
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Notieren Sie sich alle PIDs von Google Chrome Helper (Renderer).
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Klicken Sie nun auf q und führen Sie für jede Ihrer PIDs den folgenden Befehl aus: kill <PID>

9. Setzen Sie Chrome zurück
Als letzte Möglichkeit bleibt nur noch, Chrome komplett zurückzusetzen. Mit Zurücksetzen meinen wir, dass alle mit der App verbundenen Daten, die über Ihr macOS verstreut sind, gelöscht werden und Sie von vorne beginnen. Am einfachsten geht das mit der Funktion „Programme” in CleanMyMac (der oben erwähnten App). Diese findet solche Dateien schnell und bietet Ihnen die Möglichkeit, sie mit einem Klick zu löschen. So nutzen Sie die Funktion:
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Öffnen Sie CleanMyMac – hier erhalten Sie die kostenlose Testversion (Sie können die App 7 Tage lang kostenlos testen).
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Wählen Sie „Programme“ und führen Sie einen Scan durch.
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Klicken Sie auf „Programme verwalten” und suchen Sie Chrome im Abschnitt „Deinstallation”.
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Klicken Sie auf den Pfeil (>) daneben und wählen Sie alles außer den Binärdateien aus.
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Klicken Sie auf „Entfernen“ – Google Chrome wird auf den Zustand zurückgesetzt, in dem es sich bei der ersten Installation befand.
Jetzt wissen Sie, was der Google Chrome Helper (Renderer)-Prozess ist. Ihr Mac sollte jetzt wieder deutlich besser laufen. Wenn Sie alle oben genannten Schritte regelmäßig durchführen (möglicherweise ohne Chrome zurückzusetzen und den Prozess zu deaktivieren), ist dies die beste Methode, um zu verhindern, dass Google Chrome Helper (Renderer) die CPU überlastet.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Sollte ich zu einem anderen Browser wechseln?
Wenn Chrome auch dann noch viel CPU-Leistung beansprucht, nachdem Sie die Anzahl der Tabs reduziert, unnötige Erweiterungen deinstalliert und die Browserdaten gelöscht haben, dann sollten Sie möglicherweise zu einem anderen Browser wechseln. Probieren Sie Safari aus – dieser Browser ist schnell, sicher und zuverlässig, bietet jedoch nicht die gleichen Möglichkeiten zur Anpassung durch Erweiterungen wie Chrome.
Kann ein Chrome-Update dazu führen, dass Google Chrome Helper (Renderer) viel CPU-Leistung beansprucht?
Das sollte nicht der Fall sein. Sollte es dennoch auftreten, wird es höchstwahrscheinlich in einer anderen Version behoben, sodass Sie auf deren Veröffentlichung warten müssen. Glücklicherweise veröffentlicht Chrome alle zwei bis vier Wochen Updates, sodass Sie nicht lange warten müssen.
Betrifft dieses Problem einen bestimmten Mac oder macOS?
Die kurze Antwort lautet: Nein. Es hängt eher damit zusammen, wie Sie Chrome und andere Apps im Allgemeinen verwenden, und nicht mit einem bestimmten Mac-Modell oder einer bestimmten macOS-Version.